Einzelgänger Fuchs?

Bis in den 70er Jahren galten Füchse als Einzelgänger, sie verteidigten ihr Territorien gegen jeden Artgenossen. So nahm man an das sich Fehe und Rüde nur zur Paarung trafen und sich dann wieder trennten. Da Füchse hauptsächlich von kleineren Beutetieren näheren z.B. Mäusen, ist ein gemeinschaftlicher Beutezug nicht notwendig und so erschien ein Sozialleben , wie etwa bei Wölfen, überflüssig.

Ende der 70er Jahre zeigten dann Studien das diese Annahmen hinfällig wurden. In England zeigten Füchse ein ausgeprägtes Sozialleben, ähnliches ist auch aus der Schweiz bekannt geworden.

Füchse und ihre Sozialleben

Füchse passen ihre Sozialstruktur den Habitaten und dessen Ressourcen an. Gute Lebensbedingungen fördern die Bildungen von Familiengruppen. Dieses kommt in ländlicher Umgebung vor, aber öfters ist es in unseren Städten zu beobachten. Die überquellenden Ressourcen unsere Wegwerfgesellschaft tragen ihren Teil dazu bei.
Ein Familienverband setzt sich aus einer Fehe, einem Rüden, deren Nachkommen und Verwandtschaft (hauptsächlich Töchter und Schwestern) zusammen. In der Schweiz wurden auch weitere Rüden beobachtet die in der Gruppe integriert waren. Diese nahe Verwandschaft helfen bei der Aufzucht der Jungtiere sie übernehmen die Tantenrolle. Diese geht soweit das sie die Elternfunktion übernehmen, bei Tot der Eltern.

Da Füchse nicht gemeinsam jagen, sind sie meistens als Einzelgänger unterwegs. Untersuchungen ergaben das sich die Gruppenmitglieder mehrmals täglich treffen. Die Treffen verlaufen meist freundschaftlich. Auseinandersetzungen gibt es während der Ranz, wo auch ein Teil der Jungen abwandert.

Fazit

Eine pauschale Aussage ob der Fuchs ein Einzelgänger ist oder Rudel bildet ist nicht möglich. Es kommt auf das Habitat und den Ressourcen an. Natürlich spielt auch die Mortalität und das Abwandern der Jungfüchse eine Rolle.

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